24 Stunden Wandererlebnis an der Mosel24 Stunden Wandererlebnis an der Mosel

24 Stunden Wandererlebnis an der Mosel

In diesem Jahr startete das Märchenhotel mit einem 4er Team zum 24h-Wandererlebnis an der Mittelmosel. Die Familie Krebs (Katja, Alex und ich) wurde unterstützt vom erfolgreichen Hotelier und Gastronom aus Lutzerath in der Eifel, Stefan Maas. Die Tagschleife war bemessen auf 45,1 km, und es waren 1376 Höhenmeter zu bewältigen.

(Stefan – Katja- Alex Krebs, Stefan Maas)

 

Nach gemächlichem Gang von Kues nach Bernkastel wartete der erste Anstieg zum Olymp auf uns, der das Tempo spürbar verlagsamte. Unser Sohnemann Alex hatte sich hier schon durch die Menschenmenge gewuselt und arbeitete sich bei Vollenden der Tagschleife unter die Top 5! An dieser Stelle schon mal Respekt, für einen 15 jährigen nicht schlecht. Es stand aber immerhin noch eine Nachtschleife an, mit 41,8 km Länge und 742 Höhenmetern. Wird er dieses Tempo weiter halten können? Dazu dann später mehr.

 

(Die ersten Blessuren werden versorgt)

Nachdem wir den „Bernkasteler Olymp“ bestiegen hatten, folgte der Abstieg zur ersten Verpflegungsstation,  der Bärenhalde. Kurze Pinkelpause, stempeln und weiter folgten wir dem Seitensprung „Bernkasteler Bärensteig“ zur Baustelle/Trasse der B50 neu. Katja, Stefan  und ich waren nun schon ein eingespieltes Trio, in dem jeder mal als Tempomacher fungierte. Auf den Höhen des Hunsrücks waren wir zunächst mächtig, durch einen an uns vorbeirauschenden Läufer, beindruckt. Er lief im Galopp an uns vorüber, und sagen wir mal, er war bis ins letzte Detail durchgestylt. Nichts fehlte, sogar ein Sprintrucksack mit zwei Trinkflaschen war mit an Bord, diesen konnten wir noch gerade so am Horizont erkennen. Wahnsinn der Typ! Wir hingegen hatten einen traumhaft schönen Abstieg entlang der „Elfenroute“ hinter uns gebracht und kehrten in Traben-Trarbach an der Mosel zum nächsten Stempeln ein. Nach einem kurzen Snack in Gesellschaft vom „Wahnsinnstyp“, der nach eigenen Angaben schon über eine Stunde dort verweilte, ging es über Wolf zur Kinheimer Schutzhütte. Laut Aussage des Orgateams passierte Alex die Station bereits vor etwa drei Stunden, da muss er wohl gelaufen sein, denn wir waren auch nicht gerade gemütlich unterwegs.

 

(24 Stunden Wanderung Bernkastel-Kues)

Rolf Pohl servierte vis-à-vis von seinem Hotel  einen schmackhaften Moselburger, woraus  Stefan Maas ein Filetsteak ableitete. Das war entlang der Moselwanderung nicht der einzige „Running Gag“. Fortan wurde jedem Wanderbegleiter das Märchen vom „Filetsteak“ aufgetischt, das sorgte einerseits für Staunen andererseits für Skepsis unter dem Wandervolk. Man sah den ein oder anderen regelrecht grübeln, habe man eine Station verpasst oder an einer Station das sagenumwobene Filetsteak übersehen? Eine willkommene Ablenkung von denen, die noch weiter folgen sollten. Auch sollte erwähnt werden, dass Stefan Maas in der Woche beide Strecken bereits erwandert hatte, ein Eifeler will ja vorbereitet sein. In Gespräche vertieft, verpassten wir den Aufstieg nach Maria Zill und liefen eine  4,5 km lange Ehrenrunde. Kaum waren wir wieder in der Spur, zogen wir abermals an zwei verdutzten und erschöpften Wanderern vorbei. Um unsere Ehrenrunde in einen gewollten Abstecher umzuwandeln, unterhielten wir uns lautstark über die fantastischen Eisbecher, welche wir bei einem Exkurs in die Bernkasteler Altstadt angeblich  genossen haben. Um die verlorene Zeit wieder gut zu machen, forcierten wir auf den letzten Kilometern der Tagschleife das Tempo und beendeten die Tagesroute, ich glaube so gegen 19:20 Uhr. Alex Krebs war bereits seit 1,5 Stunden auf der Nachtschleife unterwegs,  mit Märchenhotel-Rucksack und Rocky-Pullover. Wir und insgesamt 141 von 216 Teilnehmern nahmen die Nachtschleife in Angriff, leider ohne den Wahnsinnstyp. Etwas Verlust ist halt immer.

 

(Tagesschleife entlang der Elfenroute)

 

Wie auch bei der Tagschleife ging es zu Anfang bergauf Richtung Plateau, hier erwartete uns ein fantastischer Smoothie.  Im Übrigen gab es immer zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Snacks. Großes Kompliment  an das Orgateam samt Helfer ! Es waren alle nett, es hat sehr viel Spaß gemacht. Ab der Hütte „Dreifaltigkeit“ wurden wir von Marc S. begleitet, eine nette Gesprächsergänzung mitten in der Nacht. Über Platten führte nun unser Weg Richtung Osann-Monzel. Jetzt hörten wir mittels Handy erstmals wieder etwas von unserem verlorenen Sohn, der nun dem Tempo wohl etwas Tribut zollen musste. Nach aufmunternden Worten an ihn kehrten wir in einer Winzerstube ein, die aus Funk- und Fernsehen bekannt zu scheinen scheint, so war es zumindest angeschrieben. Katja wurde von Sanitätern, an den mit Blasen übersäten Füßen, für die letzten 20 km fit gemacht. Schelm Stefan zeigte beim Betreiber Interesse am Beruf des Gastronomen und regte dabei ein aufschlussreiches Gespräch über das Dasein des Berufsstandes an.  Über die Brauneberger Schutzhütte ging es wieder als Trio, Marc musste leider abbrechen,  Richtung Veldenz. Es  erreichte uns wiederum ein Lebenszeihen von Alex, dem Abbruch wohl sehr nahe. Die zarte Nachfrage, ob wir denn zu Ende wandern, erwiderten wir mit „ja natürlich“,  also nützt nichts – weiter, soweit die Füße tragen. Sein Vorsprung schmolz nun sichtlich dahin, jedoch fanden sich wohl in der Nacht Zwei, die sich gut ergänzten. Dies hatte zur Folge, dass Ralf H., von Alex respektvoll der „Marathonmann“ genannt, nach 19 Std. 11 Min. das Ziel erreichte, Respekt wer es selber macht!

Das Trio erreichte nach recht mühevollem Aufstieg nach Monzelfeld und dem anschließenden, einem Eierlauf anmutenden Abstieg nach Bernkastel-Kues, das Ziel nach 20 Stunden.

 

Kurz zu den Fakten:

216 Starter, Finisher 114

Gesamtstrecke: 86,4 km + 4,5 km Ehrenrunde 😉

Verpflegung: u.a. Burger, Schmalzbrot, Teufelsbraten, Lauchsuppe, Erbseneintopf, 630 Bananen, 480 Äpfel, 1600 Waffeln, 1680 Müsliriegel…

 

Im nächsten Jahr ist die Wanderung auf dem 21. / 22. April terminiert, wer mit uns wandern möchte, hier die Ausschreibung:

 

Anreise Freitag – Abreise Montag

Übernachtungen in einem der Gemächer in unserem Märchenhotel inklusive Frühstück

Dinner am Freitag- und Sonntagabend

1 Freikarte für die 24-Stunden-Wanderung im Wert von 54 Euro pro Person

zum Sonderpreis von 179,75 Euro pro Person (statt 359,50 Euro)

Der Mensch wächst bekanntlich mit seinen Aufgaben und natürlich möchten die Chef´s am allerliebsten mit euch zusammen das Ziel erreichen – also, bloß nicht aufgeben. Wenn ihr die 24 Stunden durchhaltet und das Ziel erreicht – aber nur dann, bekommt ihr von uns euer Wander-Wochenende geschenkt. Dabei ist es egal, ob ihr mit Stefan Krebs ins Ziel geht, hinter ihm oder sogar vor ihm. Alleine euer Einsatz soll schließlich belohnt werden.

Bewerbt euch einfach per Mail bis zum 01. April 2018 unter info@maerchenhotel.de


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