Eure Seniorchefin nimmt sich Zeit für neuen LebensabschnittEure Seniorchefin nimmt sich Zeit für neuen Lebensabschnitt

Eure Seniorchefin nimmt sich Zeit für neuen Lebensabschnitt

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Unser Märchenhotel – anno 1640 ist ein Privathotel mit langer Familien-Geschichte. Vor 375 Jahren wird das Haus in der Altstadt von Bernkastel erbaut und befindet sich seit zehn Generationen in unserem Familienbesitz. Die große Stärke unseres familiengeführten Hotels sehe ich in der Authentizität, in dem ich über 46 Jahre lang unsere Gäste und unsere Mitarbeiter persönlich kennen und schätzen gelernt habe.
Das große Jubiläumsjahr nehme ich nun zum Anlass, mich einem neuen Lebensabschnitt außerhalb des operativen Geschäftes zu widmen. Mein Sohn Stefan führt das Haus nun lange genug mit seiner Frau Katja. So kann ich mich mit gutem Gewissen zurückziehen und die herrliche Landschaft der Mittelmosel nun noch intensiver genießen.
Bereits in den 70er habe ich mit meinem Mann Heinz das Haus in der neunten Generation übernommen. Seit dieser Zeit vergeht kaum ein Jahr, in dem wir nicht in die Erweiterung oder Individualität des Hotels mit Restaurant investiert haben. Als eines der ersten Hotels in Deutschland habe wir den Anschluss an die Romantikhotels ¬vorangebracht und dafür gesorgt, dass unsere Küche und auch der Service der damaligen Älteste Weinstube über die Grenzen der Mosel hinaus bekannt wurde. Wir stecken schon immer voller Ideen und Tatendrang und haben Ziele. So engagiere sich mein Mann für die Gründung der gastronomischen Vereinigung „Bernkasteler Spiegel“. Mein Mann Heinz wird zum Vorsitzenden des Vereins und Stadtratsmitglied, während ich im Hotel-Restaurant die Fäden in die Hand nehme.
In den 80ern bis hin in die 90er Jahre erleidet unsere Familie private Rückschläge, die sich auch auf die Wirtschaftlichkeit des Hotels niederschlagen. Ich war gewillt, mit allen Mitteln das traditionsreiche Haus zu erhalten. Bei diesem Vorhaben zeigt sich die Verbundenheit unserer Familie, die den erhalt tatkräftig unterstützt und mich begleitet.

Nach der Übernahme durch meinen Sohn und seiner Frau folgten stetigen Renovierungsarbeiten. Das Haus bekommt einen Themenschwerpunkt und wird zum „Märchenhotel“. Unsere Mühe wird belohne und zeichnet sich aus: Zweimal werden wir Gastgeber des Jahres, wir werden Gewinner „Royal Creation des Jahres 2006“, Servicequalität Deutschland Stufe 3, wir erhalten den vierten Hotelstern und etliche Auszubildende bestehen ihre Abschlussprüfung und gewinnen landesübergreifende Wettbewerbe.
Heute blicke ich mit Stolz auf eine bewegte, aber erfolgreiche Zeit zurück. Doch 375 Jahre und 10 Generationen sind ein guter Anlass kürzer zu treten. Ich habe meinen Sohn Stefan zu einem ehrgeizigen Menschen herangezogen und schenke seiner Familie volles Vertrauen. Und solange ich noch aus freien und eigenen Stücken entscheiden kann, nehme ich mir die Freiheit, einfach mal weniger zu arbeiten.
Ich bedanke mich bei Ihnen, liebe Gäste, für die wundervollen Jahre, die ich mit Leib und Seele Gastgeber sein durfte. Und ich danke meiner Familie, die mir in allen guten wie auch in den schweren Zeiten mit Rat und Tat beigestanden hat. Nur zusammen ist es möglich, ein solch denkmalgeschütztes Fachwerkhaus mit Liebe zu erhalten.
Meinem Sohn Stefan und meiner Schwiegertochter Katja wünsche ich eine erfolgreiche Zukunft für unser Märchenhotel. Mögen sie auch in schwierigen Zeiten nie aufgeben und sich auf den Rückhalt in der Familie besinnen. Gemeinsam werden sie immer stark sein.
Herzlichst, eure Brigitte Krebs

Danke Mama!
Ich danke dir, für all dein Engagement, dass du in dieses für uns wundervolle Haus gesteckt hast. Ich danke dir für das Vertrauen, welches du mir bereits seit Jahrzehnten entgegenbringst und die unendlichen vielen Arbeitsstunden. Nun freuen wir uns darauf, das Märchenhotel – anno 1640 in eine weiterhin erfolgreiche Zukunft führen zu dürfen.
Dein Sohn Stefan


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