Das Märchen von der HausmannskostDas Märchen von der Hausmannskost

Das Märchen von der Hausmannskost

Nun eigentlich ist der Begriff Hausmannskost  behaftet mit deftigen, nahrhaften und traditionell zubereiteten Gerichten. Die Gebrüder Grimm hatten hier folgende Definition: „Nahrung wie Sie ein Hausvater gewöhnlich für sich und die Seinigen bereiten läszt“.

Als Weiterentwicklung ist die bürgerliche Küche zu sehen und im weiteren Sinne die gutbürgerliche  Küche. Diese gutbürgerliche Küche umfasste aufwändigere Gerichte sowie teurere Zutaten, die sich zu jener Zeit die einfache Bevölkerung nicht leisten konnte. Heute würde man diese als Feinschmecker bezeichnen.

 

Nun, auch die einfache Hausmannkost beinhaltete zu jener Zeit eben auch das, was die Natur in der entsprechenden Region zu bieten hatte. Die Küche war demnach auch sehr stark an die Jahreszeiten angepasst. Edle Teile vom Schlachtvieh, wie Rücken und Filet, wurden im besten Falle zu Feiertagen serviert. Daher ist es recht unverständlich warum heute landläufig  Schnitzel oder Steaks als Hausmannkost bezeichnet werden. Diese Speisen sind eher ein Produkt des heutigen Zeitgeistes, die den Zeitaspekte bei der Zubereitung und die Vereinheitlichung der Speisen im Fokus haben mit leichtem Hang zum Kurzgebratenen. Ergänzt wird dies gerne durch Pommes frites  und Soßen aus der Tüte.

 

Der Hausmannskost im klassischen Sinne  kommt demnach die heute ehrliche regionale Küche wohl am nächsten. Wobei diese sich der Gegebenheiten der Gesellschaft angepasst hat, eine fettreiche und üppige Zubereitung ist heute nicht mehr nötig, da die sich körperliche Betätigung der meisten Menschen arg in Grenzen hält. Die Schwerstarbeit vergangener Tage findet in der heutigen Zivilisation kaum noch statt.  Daher wird die regionale Küche meist leichter und ideenreicher interpretiert und das ist auch gut so.

 

 


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